Narrenring Oberer Neckar
gegründet 1969

Zu den Mitgliedern gehören:
Aistaig, Bochingen, Boll,
Epfendorf, Hochmössingen und Waldmössingen


1969 taten sich die Narren aus sechs Orten zu dem Narrenring
Oberer Neckar zusammen. Dazu gehört das unterhalb von Oberndorf
im Neckartal liegende
Aistaig.
Die Narrenzunft wurde 1924 gegründet. Die drei Hauptgestalten
der Aistaiger Fasnet sind Narro, Hansel und Schantle. Im Jahre 1986
kam noch der Kropfer und 1997 das Bennenrössle dazu. Mit dem
Narrenruf "Aistaig was kost die Welt, drei Pfennig ist mein bares Geld"
gelangen wir zwischen Neckar und Kinzig nach
Hochmössingen.
1956 wurde die Narrenzunft gegründet, die drei Maskengestalten
hat , und zwar den Narro, Schantle und die Grotta - Gosch.
Die Grotta - Gosch entstand 1973. Sie soll dem Hochmössinger
Grottenweiher (Krötenweiher) entstiegen sein.
Der Narrenruf "Grotta Gosch, Grotta Gosch, quak, quak, quak"
entstand zu dieser Narrenfigur.
Auf dem gleichen Höhenzug erreichen wir
Waldmössingen.
Die Narrenzunft wurde 1970 gegründet. Ihre Masken verkörpern
den Hansel und Schantle. Im Jahre 1989 kam noch das Joggele
dazu, daß einen Schlehen und Hagebuttensammler verkörpert.
Zur Erinnerung an das auf Waldmössinger
Gemarkung, von Römern im Jahre 74 nach Christus erbaute Kastell,
schufen die Waldmössinger Narren 1972 eine Römergruppe.
Der vierte im Bunde ist
Boll, das auf der Höhe über dem rechten
Neckarufer ostwärts von Oberndorf liegt. Die Narrenzunft wurde
1957 gegründet. Das Boller Narrenhäs sind der Narro, Hansel und
Schantle. Eine orginelle Boller Fasnetsfigur, ist seit 1969
der Uhu. Daß die Boller Hühner haben, die Eier mit zwei Dottern
legen, ist an der Fasnet in Boll nicht zu überhören.
Weiter ostwärts von Boll liegt
Bochingen, das seine Narrenzunft 1925
gegründet hat. Dort regieren an der Fasnet Narro, Hansel und Schantle
in großer Schar, die unter dem Ruf "Narri, Narro" mit dem verteilen
von Brezeln, Bonbon, Orangen und einer guten Wurst nicht geizen.
Zwischen Oberndorf und Rottweil liegt am Neckar der Ort
Epfendorf.
Die Narrenzunft wurde 1927 gegründet. Eine alte Brauchtumsfigur
ist der Strohbär, der von Treibern geführt wird. Einfach verkleidete
Hexen gab es in Epfendorf schon im vergangenen Jahrhundert.
Die heutigen Hexen tragen grobgeschnitzte furchterregende
Holzmasken mit Hakennasen und schielenden Augen. Zum
bunten Narrentreiben gehören noch der Narro und Schantle
mit Aufsagen von Narrenstücken.